|
Für die Mädels des 1. FFV Erfurt ging es am Sonntag zum Vorletzten der Regionalliga Nordost, BSC Marzahn. Personell mussten sie dabei auf mehrere Spielerinnen verzichten, die durch Verletzungen, Krankheit und beruflichen Verpflichtungen nicht zur
Verfügung standen. So ging die Reise nach Berlin mit nur elf Spielerinnen los, wobei S.Börold aus Hamburg anreiste. Das Spiel hatte noch nicht einmal begonnen, da gab es schon die nächste Hiobsbotschaft für die Mannschaft. Mit S.Leipnitz drohte die nächste Spielerin auszufallen, sie hatte sich während der Erwärmung eine Zerrung zugezogen. Nach kurzer Behandlung durch C.Gold wagte sie trotzdem den Weg auf das Spielfeld und sollte dafür auch belohnt werden. Die Anfangsphase begann sehr hektisch auf beiden Seiten, vor allem Erfurt musste erstmal mit dem schmalen und glatten Kunstrasen in Marzahn klar kommen. Die Gastgeber versuchten mit aggressivem Pressing den Spielaufbau der Thüringerinnen zu unterbinden und schafften das vor allem in den ersten Minuten mit Erfolg. Gefährlich wurde es dank des böigen Windes immer wieder durch Standards, ohne das große Chancen dabei raussprangen. So verfehlten W.Pressler, S.Börold und M.Uhl mit Fernschüssen das Tor. Hinzu kam die ein oder andere fragliche Abseitsentscheidung des Schiedsrichtergespannes, die sich durch die weit aufrückende Abwehr der Gastgeber immer wieder irritieren ließen. Nach dreißig Minuten dann die erlösende Führung. Einen Pass von C.Gold erlief sich S.Börold auf der rechten Seite, ihren Rückpass von der Grundlinie brauchte S.Leipnitz nur noch ins leere Tor zu schieben (30.). Leider brachte der Treffer keine Sicherheit ins Spiel der Erfurter, im Gegenteil, plötzlich machte Marzahn Druck. Bei einem Schuss aus 18 Metern musste sich M.Eichhorn im Erfurter Tor ganz lang machen um den Ball zur Ecke zu klären (37.). Innerhalb von drei Minuten gab es nun vier Eckbälle für Marzahn und den letzten nutzte G.Weinholz zum Ausgleich (40.). Völlig alleingelassen fünf Meter vor dem Tor konnte die „kleinste“ Spielerin auf dem Platz ungedrängt einköpfen. So ging es nur mit einem 1:1 in die Pause und Erfurt hatte sich das Leben wieder selber schwer gemacht. Nach der Pause gleich viel Glück für den 1. FFV Erfurt, denn der Gastgeber traf nur den Pfosten. Das sollte aber der Wachmacher für die in rot auflaufenden Gäste sein. Trotz Gegenwind fanden sie nun immer wieder die Lücke in der Marzahner Hintermannschaft und erarbeiteten sich mehrere Chancen. Eine davon nutzte wiederum S.Leipnitz zum 1:2 (60.). Abermals setzte sich S.Börold auf der rechten Seite durch, ließ drei Gegenspielerinnen stehen und wie beim ersten Tor kam der Rückpass auf S.Leipnitz, die den Ball an der Torfrau vorbei im Tor unterbrachte. Marzahn reagierte mit wütenden Angriffen und versuchte schnell zum Ausgleich zu kommen, doch die Abwehr um M.Uhl stand sicher und ließ kaum Chancen zu. Nur bei Freistößen wurden die Hauptstädterinnen gefährlich, doch M.Eichhorn im Kasten war jeweils auf dem Posten. Kurz vor Schluss bekam W.Pressler die große Chance das Ergebnis höher zu schrauben, doch allein vor der Torfrau stehend schob sie den Ball knapp rechts vorbei (82.). Bis zum Abpfiff passierte dann nicht mehr viel und Erfurt konnte sich über drei wichtige Auswärtspunkte freuen. Ein gutes Spiel der Erfurter Mädels, die als geschlossenes Team in Berlin antraten und als Team auch die Punkte verdient mit nach Hause nahmen. Jeder kämpfte für den anderen und keiner gab trotz der personellen Probleme auf. Alles in allem ein super Auftrit, der Lust auf mehr macht. Ein großer Dank geht noch einmal an A.Wunderlich, der das Team nach Berlin begleitete und somit für Trainer R.Wenzel eine große Hilfe darstellte. Nach zwei Auswärtsspielen startet die Mannschaft am kommenden Sonntag nun endlich zu Hause in die Rückrunde, Gegner ab 14 Uhr auf dem Johannesplatz ist der Hallesche FC.
Tore: 0:1 S.Leipnitz (30.), 1:1 G.Weinholz (40.), 1:2 S.Leipnitz (60.)
Gelb: W.Pressler (EF) , J.Beier (Marzahn)
Aufstellung: M.Eichhorn – C.Gold, M.Uhl, T.Jaroch, C.Knoll, S.Börold, J.Schneider, W.Pressler, I.Ziehrenner, T.Frank, S.Leipnitz |