Wichtiger Sieg nach Durststrecke

Regionalliga:  1.FFV Erfurt vs. 1.FC Neubrandenburg 2:1

Alles andere als optimal verlief bisher die Rückrunde für die Fußballerinnen des 1. FFV Erfurt: Dabei begann die 2. Halbserie mit dem Punktgewinn in Magdeburg vielversprechend. Doch aus dem erhofften Heimsieg gegen den FC Erzgebirge Aue wurde nichts. Wie bereits in der Hinrunde lieferten die Schützlinge von Marco Zelle gegen die Wismut-Frauen eine schlechte Leistung ab und verloren verdient mit 1:3. Auch im folgenden Punktspiel bei der Reserve des FF USV Jena fand die Mannschaft nicht zu Ihrem Leistungsniveau. Es hagelte eine deftige 6:0 Schlappe, welche auch in dieser Höhe gerechtfertigt war. Kein Mut zur Offensive und im Abwehrverhalten zu viele Fehler machten es den Kucharz Schützlingen leicht. Auch wenn einige Spielerinnen verletzungsbedingt fehlten, kann dies keine Ausrede für die Derbypleite sein.

Am vergangenen Sonntag kam es nun zum Duell der Tabellennachbarn. Der 1.FC Neubrandenburg gastierte im Sportforum Johannesplatz und wollte die Erfurterinnen mit einem Sieg überholen. welches Potential die Mannschaft um Kapitänin Wiebke Pressler hat, zeigten die Erfurterinnen vor allem in der 1. Halbzeit. Sehenswerte Kombination setzten die Gäste immer wieder unter Druck. Lediglich die letzten Pässe oder Unkonzentriertheit in der Ballkontrolle verhinderten klarste Torchancen. Dabei startete die Heimmannschaft optimal. C. Ziegenhorn schloss eine sehenswerte Kombination mit einem Schuss aus 12 Meter zur Führung ab. Die Unsicherheit aus den letzten Spielen war jedoch spürbar. Mit leichten Ballverlusten wurden die Gäste immer wieder eingeladen zum Kontern. Aber nur eine wirkliche gefährliche Situation entstand vor dem Gehäuse der Erfurterinnen. N. Müller klärte einen Querpass in höchster Not. Ihr Ball landete auf der Querlatte des eigenen Gehäuses. Kurz vor dem Pausentee dann das 2:0. Ein Eckball von S. Nehlert köpfte W. Pressler in den Winkel.

Mit einer 2:0 Führung ging es in die Pause und Erinnerungen an das Hinspiel wurden wach. Denn da schenkten die Erfurterinnen noch eine 2:0 Führung her und unterlagen am Ende mit 2:4. Drei Minuten nach Wiederbeginn wurde dies noch verstärkt. Neubrandenburg kam energisch aus der Pause und die Gastgeberinnen wohl noch in Gedanken in der Pause oder eben beim Hinspiel. Der erste gefährliche Angriff der Gäste führte zum Anschlusstreffer. Auch wenn die Unsicherheit sichtbar war und die Spielkontrolle der Blumenstädterinnen abhandenkam, erkämpfte man sich weitere Möglichkeiten. S. Jorcke glänzte mit einer riesen Parade und im Gegenzug das 3:1. So dachten alle! Die von hinten einlaufende C. Wözel hämmerte den Ball direkt an den Innenpfosten und von da aus ins Tor. Ein jeher Pfiff beendete jedoch den Jubel auf der einen und die Enttäuschung auf der anderen Seite. Abseits! Für alle Anwesenden völlig unverständlich. Bereits vorher gab es einige enge Abseitsentscheidungen. Diese jedoch war nicht eng sondern ein klares Tor. Das bis dahin sehr gut leidende Schiedsrichtergespann verlor die Kontrolle über das Spiel und so kam mehr Hektik in die Partie. So war das Spiel spannend bis zur letzten Sekunde. Selbst klarste Einschussmöglichkeiten nutzen die Erfurterinnen nicht.  So blieb es auch in der erstaunlich 5 Minuten langen Nachspielzeit beim knappen Sieg für die Gastgeberinnen. Ein wichtiger Dreier um Platz 8 zu festigen und mit diesem Erfolgserlebnis den nächsten Spiele anzugehen.

Am Ostermontag reist das Team erneut nach Jena und trifft innerhalb von 14 Tagen wieder auf die USV-Reserve. Dieses Mal wird das Thüringer Pokalhalbfinale ausgetragen. Wie bereits in den letzten Jahren treffen beide Mannschaften im Halbfinale auf einander. Bisher hieß der Sieger immer FF USV Jena. Gespielt wird am Ostermontag um 14 Uhr auf dem Rasenplatz, Sportplatz Am Bowlingeck, Erlanger Allee, 07747 Jena

Tor:
1:0 9.Minute  Claudia Ziegenhorn
2:0  45.Minute  Wiebke Pressler
2:1  48.Minute  Viviane Schönherr

Aufstellung:
Yorcke, Müller, Knoll, Gross, Groll (´64 Jacobi), Wözel, Meyer, Pressler, Ziegenhorn (´87 Klipstas) , Gremler, Nehlert, (´89 Ludwig)