Erfurterinnen mit 6. Saisonsieg und schlechter Chancenverwertung

Regionalliga:  1.FFV Erfurt  vs. FSV Babelsberg 74  1:0

Der Regionalligamannschaft des 1. FFV Erfurt gelingt mit einem Sieg gegen den FSV Babelsberg der Anschluss an das Tabellenmittelfeld. Trotzdem waren Trainer und Team nicht rundum zufrieden.

Wie in den letzten Monaten so häufig, machten die Blumenstädterinnen aus ihrem spielerischen Potential zu wenig. Wobei man beim Spiel gegen den Aufsteiger aus Babelsberg die erste Halbzeit nicht die Konzentration und Zweikampfführung an den Tag legte wie in den Spielen gegen Neubrandenburg oder auch in Beelitz. Und so war es dann nicht verwunderlich, dass die Gäste in der 1. Halbzeit selber zu einzelnen Torchancen kamen. Vielleicht lag es auch daran, dass die Mannschaft selbst noch eine Stunde vor dem Spiel nicht wusste, ob die angeschlagenen Spielerinnen überhaupt auflaufen konnten. Mit Katja Groll, Claudia Ziegenhorn und Stefanie Nehlert betraf dies gleich 3 Spielerinnen. Die Physiotherapie Aderhold versuchte die Spielerinnen spielfähig zu bekommen und 40 Minuten vor Anpfiff gab es grünes Licht zum Einsatz. Wie eng der gegenwärtige Kader ist, zeigt die Situation, dass man selbst mit den angeschlagenen Spielerinnen gerade 3 Wechsler aufbieten konnte. Großer Dank gilt sowohl dem Einsatz der Physiotherapie als auch den Spielerinnen, welche sich im Dienst der Mannschaft gestellt haben. Bereits nach 29 Minuten musste Trainer Marco Zelle Katja Groll verletzt auswechseln. Sicherlich tat diese Situation dem Spiel und der Konzentration der Gastgeber nicht besonders gut, soll jedoch auch keine Entschuldigung für die hohe Fehlpassquote der 1. Halbzeit sein. Trotz dessen hätte die Erfurterinnen bereits zur Halbzeit führen können, wenn nicht sogar müssen. Klare Möglichkeiten wurden  vergeben und man fand den Meister in der Babelsberger Schlussfrau, welche einen überragenden Tag erwischte.

Nach dem Seitenwechsel dominierten die Erfurterinnen nun wie von Beginn an erwartet und erspielten sich immer wieder Tormöglichkeiten. Bei Schüssen von E. Gremler, S. Nehlert und aus Nahdistanz von C. Jacobi zeigte erneut FSV-Keeperin Hempel ihr Können. In der 59. Spielminute dann die Erlösung. Wie bereits in Beelitz und im Heimspiel gegen Neubrandenburg bringt Kapitänin Wiebke Pressler ihr Team auf die Gewinnerstraße. Nach Freistoß von C Wözel köpft sie unhaltbar ins lange Eck zum viel umjubelten Führungstreffer. Wer nun dachte, dass der Bann gebrochen sei, musste sich eines Besseren belehren lassen. Selbst  100% Torchancen fanden nicht den Weg ins gegnerische Tor und davon gab es in der verbleibenden Spielzeit einige. Die Erfurterinnen hätten das Ergebnis deutlich in die Höhe schrauben müssen. Der Mannschaft hoch an zu rechnen ist es, dass man bis zum Ende alles versuchte, um Tore zu erzielen. Die fehlenden Erfolgserlebnisse der Offensivabteilung waren nicht zu übersehen. Wünschen wir dem Team in den letzten beiden noch ausstehenden Partien der Regionalligasaison mehr Fortüne und Treffsicherheit.

Am kommenden Wochenende ist das Regionalligateam spielfrei.  So können sich hoffentlich die angeschlagenen Spielerinnen wieder erholen, um dann im letzten Heimspiel am Sonntag, den 14.05. um 14 Uhr gegen den FFC Fortuna Dresden, wieder mit voller Kraft aufzulaufen.

Tor: 1:0 Wiebke Pressler (59.).

Zuschauer: 62

1.FFV Erfurt:
Jorcke – Klipstas, Müller, Knoll, Jacobi (87. Ludwig), Gremler, Wözel, Pressler, Groll (29. Nehlert), Meyer, C. Ziegenhorn (65. Frank).
FSV Babelsberg 74:
Hempel – Kriltz (63. Missal), Fockmann, Braun, Röth, Lüttich (56. Karaszewski), Menzel, Schönke, Thermann (65. Klamt), Schauss, Helpa.