Platz 3 auch in Bad Berka

In identischer Besetzung wie zwei Wochen zuvor, traten wir am 16.09.2017 in Bad Berka zum 2. Spieltag der Turnierserie an. Mit dem ASV Erfurt war dieses Mal eine 6. teilnehmende Mannschaft vertreten.

Spiel 1 gegen die im vorhergehenden Turnier bereits deutlich dominierende Mannschaft aus Moorental begann wenig glücklich. Bereits in der ersten Spielminute kassierten wir das 0:1 und verloren dabei durch „firedly fire“ unsere Kapitänin auf dem Platz. Zwar konnte Mina das Turnier später fortsetzen, fehlte aber in diesem wichtigen und schweren Spiel bereits früh. In der 4. Spielminute gelang dennoch fast der Ausgleich, als sich Annelie über ihre rechte Seite stark durchsetzte, bis zum Schuss eigentlich alles richtig machte und dennoch nur den langen Pfosten traf. Eine weitere Torchance kurz vor Schluss konnte ebenfalls nicht genutzt werden, so dass die Partie ausgegliechen verlief, aber dennoch nichts zählbares einbrachte.
Im zweiten Spiel gegen den ASV wuchsen uns beinah schon graue Haare. Minutenlang stand das Tor der Stadtrivalen unter Dauerbeschuss. Beinahe jede der FFV-Spielerinnen durfte mal probieren – nur treffen wollte keiner. In der 4. Spielminute dann aber der Doppelschlag. Erst traf Annelie zum mehr als verdienten 1:0, dann erhöhte Mina nach schöner Kombination mit Eka und einem überlegten Abschluss in die Ecke zum 2:0. Das restliche Spiel war geprägt von FFV-Chancen, auch wenn diese nicht mehr so zahlreich waren wie in den Anfangsminuten. Ein mögliches 3:0 durch Lilly wurde jedoch durch den Pfosten verhindert.
Lehrgeld verlangte uns dann das 3. Spiel gegen Bad Berka ab. In der dritten Minute ließen sich unsere Verteidiger zu einfach nach außen ziehen, so dass zwei Gegenspielerinnen komplett frei vor Torhüterin Sophie auftauchten und dieser keine Chance ließen. Danach fiel es schwer sich aus der Defensive zu befreien. Die nur sehr wenigen Entlastungen brachten nur eine nennenswerte Torchance ein. Es blieb beim 0:1.
Die längere Pause vor dem vierten Spiel kam zur richtigen Zeit. Sie ließ uns die Möglichkeit die Fehler zu analysieren und in Ruhe ansprechen, dass man in der nächsten Partie wieder mehr miteinander spielt und die vorhandenen technischen Qualitäten auch auf den Platz bringt. Es folgte ein von allen sehr starkes Spiel gegen Oberweimar. Nach Torchancen von Mina und Lilly brachte uns Eka mit ihrem ersten Saisontor in der 4. Spielminute in Führung. Zwei Minuten später kam Mina aus etwa 10 Metern zentral vor dem Tor zum Schuss und setzte diesen unhaltbar für die weimarer Torhüterin in die linke Ecke. Ähnlich präzise vollendete sie auch in der 8. Spielminute nach schöner Flanke von Lilly. 3:0 lautete der Endstand.
Direkt im Anschluss folgte das letzte Spiel gegen Bad Salzungen. Gleich zu Beginn hatte Eka die frühe Führung auf dem Fuß – leider war es der falsche. Das Spiel verlief insgesamt sehr ausgeglichen. Bad Salzungen hatte dann kurz vor Schluss etwas Glück, als der Schiedsrichter ein recht kurioses Handspiel im Strafraum nicht ahndete. Die Torhüterin nahm den Ball aus dem Feld mit der Hand auf, warf diesen dann ihrer Gegenspielerin zu, welche zum Abschlag antrat. Nur war der Ball eben zurvor nicht im Aus. Regeltechnisch hätte es hier einen Strafstoß geben müssen. Es folgte aber nicht mal ein Regelhinweis des Schiedsrichters, der gerne im Jugendfußball in dieser Situation ein Auge zudrücken und die harte Bestrafung umgehen kann, aber dann doch bitte den Lerneffekt der Spielerinnen unterstützen sollte.

Sieger des Turniers wurde die ungeschlagene Mannschaft aus Moorental mit beachtenswerten 8:0 Toren. Den zweiten Platz belegte Bad Berka mit 9 Punkten und 3:3 Toren. Auf Platz 3 unsere jungen Wilden vom FFV mit 7 Punkten und 5:2 Toren. Auf den Plätzen dahinter Bad Salzungen, Oberweimar und der ASV Erfurt.

Es war ein Turnier mit denkbar ungünstigem Start durch die Verletzung von Mina, einer hektischen Partie nach frühem Rückstand gegen Bad Berka aber auch der Erkenntnis, dass wir mit Ruhe und dem Blick für die Mitspielerin bereits im zweiten Turnier durchaus in der Lage sind guten Fußball zu spielen. Der dritte Platz war somit absolut Leistungsgerecht.