U11 – Wechselbad der Gefühle in Bad Berka

Nach dem Vizemeistertitel in der Halle im vergangenen Jahr und fast identischer Stammbesetzung, war der Turniertag in Bad Berka durchaus mit einigen Erwartungen verbunden. Sicherlich waren wir weit entfernt von der Favoritenrolle, doch die Hoffnung auf’s vorne Mitmischen durfte erlaubt sein.
Das Turnier startete mit torlosen Unentschieden in den ersten beiden Begegnungen. Das erste Turniertor gebührte dann Eka im ersten Spiel unserer FFV-Mädels. In Minuten 2 gegen den ASV Erfurt passte Lilly in der eigenen Hälfte lang auf Mina, die ging den langen Weg auf der rechten Seite bis zur Grundlinie und legte dann mustergültig zurück auf Eka, welche per Direktabnahme einnetzte. Ein perfekter Start. Es folgten weitere Chancen, ein Pfostentreffer und dann in Minute 7 von 9 das beruhigende 2:0 durch Geburtstagskind Annelie.
Im anschießenden Spiel lief es lange ausgeglichen. Der FFV mit Chancen, doch in der 5 Minute überraschte Moorental mit schnellem Umschalten. Dank eines Stellungsfehlers sowohl in der Abwehr als auch – ganz solidarisch – im Tor, war die lange Ecke frei und der Ball suchte sich ungebremst seinen Weg über die Linie. In den folgenden 4 Minuten wollte der Ausgleichstreffer einfach nicht gelingen. Aus diesem Spiel hätte man ein Punkt gegen den Favoriten mitnehmen können. Die 3 Punkte für Moorental waren dennoch nicht unverdient.
Oberweimar, erneut mit zwei Mannschaften am Start, lieferte uns im dritten Spiel ebenfalls einen guten Kampf. Fair und ausgeglichen mit leichten Vorteilen für unsere Juniorinnen. Doch im Abschluss fehlte das Glück. In der letzten Minute wurde es dann zum ersten mal wirklich unübersichtlich in unserer Abwehr. Unsere Torhüterin Sophie kann den Ball nicht ganz klären, bleibt bei diesem Versuch zunächst liegen. Die drei Abwehrspielerinnen drumherum stehen sich ein wenig selbst im Weg und irgendwie hatte man (auch in der Coachingzone) das Gefühl aufgrund der noch liegenden Torhüterin hatte der Schiri doch sicher abgepfiffen?! Oder war der Ball nicht eben schon im Aus? Also besser mal das Spielgerät stoppen – klar. Nur leider geschah dies im Affekt mit der Hand. Das Resultat: 30 Sekunden vor Schluss gab es einen 6-Meter für Oberweimar, welcher durch die Beine unserer Torhüterin verwandelt werden konnte. Zeit für einen Ausgleichstreffer war dann freilich nicht mehr. Die Köpfe hingen nun tief. Wir hatten nicht schlecht gespielt, viele Chancen, wenig hinten zugelassen und doch standen in der Tabelle zwei Niederlagen neben dem Sieg aus dem ersten Spiel.
Nun musste es ein wenig Aberglaube richten. Aus Zeitgründen erklang vor den Spielen zwei und drei nicht der übliche Motivationsspruch im Mannschaftskreis unserer FFV-Mädels. Vor dem Spiel gegen Bad Salzungen wurde dieser Fehler korrigiert. Das Team startete gut in das Spiel und erarbeitete sich nach und nach die Sicherheit zurück, die in den vergangenen Spielen etwas verloren gegangen war. In Minute 4 wurde das Spiel plötzlich zur Nebensache: nach einem klaren Foul der Gegnerin an Mina machte diese eine schmerzhafte Begegnung mit dem Hallenboden und kam dabei sowohl mit der Hüfte als auch mit dem Kopf auf. Trotz zweier weiterer veretzungsbedingter Wechsel gelang es eine Minute vor Schluss eine sehr gute Torchance herauszuspielen. Doch gegen die später zur besten Torhüterin gekürten Bad Salzungerin zog Eka den Kürzeren und so blieb es beim 0:0.
Im vorletzten Spiel gegen Oberweimar II brachte ein frühes Tor durch Lilly die lang ersehnte Ruhe zurück. Das restliche Spiel war geprägt von weiteren sehr guten Torchancen. Die einzig erwähnenswerte Aktion dabei war jedoch, dass die Trainerinnen zum Kuli griffen und „Torabschluss!!!“ auf dem Traininsplan notierten. Die nächsten drei Turnierpunkte wanderten dennoch recht ungefährdet auf das Konto der Erfurterinnen.
Die Gastgeberinnen ließen sich im letzten Spiel des Tages auf die Platte bitten. Ein ausgeglichenes und enges Spiel, welches auch nach 9 Spielminuten keinen Sieger hervorbringen sollte. Ein torloses und leistungsgerechtes Unentschieden zum Ende, mit welchem sicherlich beide Mannschaften zufrieden sein konnten.

Am Ende sichern sich die Mannschaft mit dem Moorhuhn-Maskottchen ungeschlagen und souverän den Turniersieg. Der Vizemeistertitel ging dieses Jahr an den Gastgeber. Punktgleich, aber mit mehr geschossenen Toren, verwiesen wir Bad Salzungen auf Platz 4 und sicherten uns somit einen unter dem Strich guten dritten Platz.